Canonical-Tags: Warum sollte man sie verwenden?
Der Canonical-Tag ist definiert als ein Hinweis im Quellcode Ihrer Webseite. In wenigen Jahren ist er zum üblichen Mittel geworden, den Suchmaschinen die maßgebliche Version einer Seite anzuzeigen…
Der Canonical-Tag ist definiert als ein Hinweis im Quellcode Ihrer Webseite. In wenigen Jahren ist er zum üblichen Mittel geworden, den Suchmaschinen die maßgebliche Version einer Seite anzuzeigen. Ein Content-Audit ermöglicht es Ihnen so, die Schwachstellen Ihrer Website zu erkennen. Der andere Grund ist, das Niveau des redaktionellen Content-Marketings zu bewerten. Das Audit erfolgt durch die Prüfung der URLs oder der Backlinks Ihrer Website. Hier sind die Gründe, Canonical-Tags auf einer Website einzusetzen.
Die Gründe, Canonical-Tags auf einer Website einzusetzen
Der Canonical-Tag ist ein HTML-Tag im Kopfbereich einer Seite. Er teilt den Robots von Suchmaschinen wie Google mit, welche URL unter mehreren Seiten mit identischem oder sehr ähnlichem Inhalt die maßgebliche, sogenannte kanonische URL ist.
Canonical-Tags verwenden, um Duplikate zu vermeiden
Canonical-Tags ermöglichen es Ihnen, Duplikate zu vermeiden, also die Vervielfachung identischer Inhalte. Als Duplicate Content gilt ein Inhalt, der versehentlich oder absichtlich kopiert und eingefügt wurde. Die kanonische URL ist also die Lösung für dieses Duplicate-Content-Problem, das dem Ranking Ihrer Webseite schadet. Minimale Änderungen können eine Seite nicht einzigartig machen, wenn die Suchmaschinen sie als Duplikat betrachten. Den Titel oder den Inhalt eines Textes zu ändern reicht also nicht aus.
Duplicate Content schadet dem Ranking, weil die Suchmaschinen nicht wissen, welche Version sie anzeigen sollen. Der Canonical-Tag fordert sie auf, unter den identischen Seiten nur eine URL zu berücksichtigen und ihr die Signale der anderen Versionen zuzuordnen, etwa die eingehenden Links. Der Ursprung des Problems kann im Aufbau der Website selbst liegen oder darin, dass Sie einen Onlineshop betreiben, dessen Produkte auf mehreren anderen Websites verfügbar sind.
Kanonische URLs verwenden, um Ihre Website vor Diebstahl zu schützen
Um die Inhalte Ihrer Website vor Diebstahl durch andere Internetnutzer oder durch Robots zu schützen, die darauf programmiert sind, Inhalte automatisch zu stehlen, ist eine kanonische URL, die auf die Seite selbst verweist, eine nützliche Vorsichtsmaßnahme: Kopiert ein Robot Ihre Seite samt Quellcode, weist der mitkopierte Tag weiterhin Ihre Seite als Original aus. Ein absoluter Schutz ist das nicht, denn wer kopiert, kann den Tag entfernen: Bei offensichtlichem Diebstahl bleibt ein Antrag auf Entfernung nötig.
Wann sollte man kanonische Links verwenden?
Auch wenn kanonische Links in erster Linie vor Duplicate Content schützen sollen, lassen sie sich auch in anderen Situationen einsetzen.
Erstens: Wenn Sie auf Ihrer Website einen Inhalt erneut veröffentlichen, der bereits anderswo erschienen ist, empfiehlt es sich, einen Canonical-Tag zu setzen, der auf die Ursprungsseite verweist. So konkurrieren die beiden Seiten nicht in den Ergebnissen von Suchmaschinen wie Google.
Zweitens ist in Onlineshops dieselbe Seite oft unter mehreren URLs erreichbar: Tracking-Parameter von Marketingkampagnen, Sortierung, Filter. Der Inhalt der Seite ändert sich dabei nicht. In diesem Fall weisen die Canonical-Tags die Suchmaschinen auf die maßgebliche URL ohne Parameter hin.
Was die Syndication betrifft, so steigert sie die Bekanntheit eines Produkts oder einer Dienstleistung im Internet, indem andere Websites einen Inhalt übernehmen. Damit die Ursprungsseite die maßgebliche Version bleibt, kann die übernehmende Website einen Canonical-Tag auf sie setzen; Google empfiehlt allerdings eher, die Indexierung der Kopie zu verhindern (noindex-Tag).
Tipps, um Canonical-Tags zu prüfen
Zur Erinnerung: Canonical-Tags werden direkt im Quellcode der Website platziert. Es gibt mehrere Tipps, um die Canonical-Tags einer Website zu prüfen.
Sie können zum Beispiel eine Crawling-Software wie Screaming Frog oder die Google Search Console nutzen, um die Liste der verwendeten URLs zu erhalten.
Extrahieren Sie anschließend die von jeder Seite angegebene kanonische URL und vergleichen Sie sie mit der URL der Seite. Sind beide identisch, ist keine Änderung nötig. Andernfalls prüfen Sie, ob die kanonische URL erreichbar ist: Sie darf keinen Fehlercode wie 404 oder 500 zurückgeben.
Wird die kanonische URL schließlich selbst weitergeleitet (Code 301), müssen Sie direkt die Ziel-URL angeben.
So integrieren Sie einen Canonical-Tag auf Ihrer Website
Zunächst sollten Sie die URLs erfassen, die identische Inhalte zu bieten scheinen. Tools wie Dupli Checker zeigen Ihnen dafür den Duplicate Content an.
Anschließend können Sie eine URL auswählen, die Sie für das Funktionieren Ihrer Website für unverzichtbar halten, zum Beispiel diejenige mit den meisten Links und dem meisten Traffic. Ideal also für ein gutes Ranking.
Im nächsten Schritt fügen Sie auf allen Seiten mit demselben Inhalt einen link-Tag mit dem Attribut rel="canonical" ein, der auf die gewählte URL verweist. Dieser Tag gehört in den head-Bereich des HTML-Codes der Seite.
Zum Abschluss des Prozesses nutzen Sie das URL-Prüftool der Google Search Console. Dort können Webmaster prüfen, welche kanonische URL Google ausgewählt hat: Google kann eine andere als die angegebene wählen.
Beachten Sie, dass bei einer WordPress-Website Canonical-Tags über Plugins hinzugefügt werden. Yoast SEO zum Beispiel fügt jeder Seite automatisch einen Canonical-Tag hinzu und erlaubt, ihn zu ändern. Andere CMS wie Joomla, Drupal oder PrestaShop bieten ebenfalls Module, die das Einbinden von Canonical-Tags erleichtern. Diese sind sehr nützlich, wenn Sie keinen Zugriff auf den Quellcode der Seite haben.
Die häufigsten Fehler bei der Integration eines Canonical-Tags
Beim Einrichten kanonischer URLs können Fehler passieren. Der häufigste Fehler ist, die URL an einer falschen Stelle der Seite zu platzieren. Zum Beispiel setzen Sie die URL in den body statt in den head der Website.
Der andere zu vermeidende Fehler ist, den Canonical-Tag einer Seite mit eigenständigem Inhalt auf eine andere Seite oder auf eine falsche Seite verweisen zu lassen: Die betroffene Seite kann dann aus den Suchergebnissen verschwinden.
Schließlich sollte man immer absolute URLs bevorzugen, also solche mit vorangestelltem http oder https, und keine relativen.